Demokratie bedeutet Volksherrschaft, mancher Mund übersetzt es auch mit Selbstbestimmung des Volkes. Das was wir in der BRD kennen ist parlamentarische Demokratie. Menschen wählen Parteien und Menschen, die dann vermeintlich bestimmen dürfen, was geschieht.
Der Begriff wurde schon von den alten Griechen geprägt. Doch heuer fragt sich der gemeine Mensch: "Was ist von der Volksherrschaft übrig geblieben? Können wir überhaupt noch selbst bestimmen, wo der Hase langläuft?"
Mancher wird jetzt sofort rufen: "NEIN! Die da oben lassen uns doch eh nicht mitentscheiden, erklären uns nichts, und haben schlimme Geheimnisse." Anderer wird locker flockig von ich geben: "Wir können froh sein, dass wir unsere Meinung äußern dürfen. Es ist gut so, wie es ist." und ja, irgendwie finde ich, dass beide Recht haben. auf einer seite, dürfen wir sicer froh sein, nicht so krass unterdrückt zu werden, wie Menschen in anderen Staaten dieser Erde, aber auf anderer seite... frage ich mich wirklich, wie viel wir eigentlich von hier unten wirklich bestimmen dürfen. Werden wir wirklich gefragt, was wie wollen?
Und meine Antwort ist einfach, wie simpel: Nein, wir werden nicht gefragt, was wir wollen, nicht wirklich und das ist ein großes Manko, das oft genug da oben einfach ausgeblendet wird. Nehmen wir das Beispiel Atomkraft: Vor Fukushima waren auch schon -je nach Umfrage- pi mal daumen 60% der Leute gegen Atomkraft. Und trotzdem wurde beschlossen die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke zu verlängern.
Aber - und das finde ich viel wichtiger, als PolitikerInnen- Demokratie lebt davon, dass die Menschen sie leben und es ist nicht unsere Aufgabe uns eine Meinung zu bilden und sie zu diskutieren, sondern unsere Verantwortung. Ohne die massiven Proteste gegen Atomkraft, gäbe es bis heute kein Datum an dem die deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet sein müssen und es würde auch weiterhin deutscher Atommüll nach Russland, nach Majak, exportiert, obwohl er dort alles andere als sicher ist: Majak ist die am stärksten kontaminierte Gegen der Erde! und ohne bürgerlichens Engagement wäre die bunte Stadt Jena heute ein brauner Sumpf. Also haben wir doch was zu entscheiden. Natürlich ist es viel Arbeit öffentliche Meinungskundtuungen auf die Beine zu stellen, Projekte zu starten... aber wir sehen: es lohnt sich zu versuchen mitzubestimmen. Also los, raus mit dem Hintern aus dem Sessel!
- 2 Herzchen
- 22.02.2012 um 12:42 Uhr