Irgendwo in uns sind unsere Gefühle. Vorfreude, Liebe und Nervosität im Bauch, Schmerz und Freude in den Augen, die tiefsten Geheimnisse im Kopf. Und manchmal zeigt unser Gesicht genau das, was wir auch drinnen empfinden.
Dabei spielen die Menschen eine Rolle, mit denen man seine Zeit verbringt und weiß dass man sie ihnen ohne Vorbehalt zeigen kann. Das sind Menschen, denen man vertraut und von denen man sich Verständnis und manchmal auch Hilfe erhoffen kann.
Aber was tut man, wenn das, was nach außen hin scheint, drinnen gar nicht so ist?
Man lächelt, obwohl man sich so gar nicht danach fühlt, nur weil das so von einem erwartet wird. Man ist stark, obwohl man sich lieber verkriechen und eine Auszeit nehmen möchte.
So ein Verhalten muss nicht unbedingt daran liegen, dass man niemanden hätte, der einen auffängt oder dem man kein Vertrauen entgegenbringen würde. Vielleicht ist man es einfach gewöhnt, fröhlich und zufrieden zu sein. Zu lächeln. Und man hat noch gar nicht gemerkt, dass es auch okay ist, sich mal mies zu fühlen.
Und auch solche Gefühle sollte man offen zeigen dürfen, ohne auf Ablehnung zu stoßen. Selbst wenn das unangenehm ist für alle Beteiligten. Hinter her fühlt man sich besser, denn wenn man negative Gefühle in sich rein frisst, ist das wie Fastfood essen. Die setzen sich sofort auf die Hüften und gehen so schnell nicht mehr weg und liegen immer schwerer auf einem.
Das soll kein Aufruf für Gefühlsdurchfall und Wortkotze sein, lediglich für mehr Ehrlichkeit und Offenheit.